Unterwasserrugby

Was ist UWR?

Grundsätzlich benötigt man zum Tauchen keine Kondition, allenfalls um den oft beschwerlichen Weg zum Tauchgewässer in Ausrüstung hinter sich bringen zu können.

Das ruhige, schwerelose Dahingleiten erfordert kaum Kraft – aber in gewissen Situationen kann ein gute Kondition lebenswichtig sein. In Gefahrensituationen wie auftretenden Strömungen oder bei Unfällen muss man sich auf sein körperliches Leistungsvermögen verlassen können. Unterwasserrugby entstand wohl deshalb, weil einigen Tauchern das stupide Bahnen-Schwimmen zum Konditionsaufbau während des Trainings zu langweilig wurde.

Wie der Name schon sagt, wird UW-Rugby unter der Wasseroberfläche gespielt. Es ist ein schnelles und technisch anspruchsvolles Spiel und schöpft seine Faszination besonders aus dem Reiz des Dreidimensionalen. Da mündliche Anweisungen unter Wasser nicht möglich sind, muss ein großes Verständnis unter den Spielern vorausgesetzt werden.

Die Ausrüstung besteht aus Maske, Schnorchel und Flossen, Badekappen mit integriertem Ohrenschutz, speziellen Badehosen oder Badeanzügen und bei den Männern aus einem Tiefschutz. Die Heimmannschaft spielt in blauer Ausrüstung, die Gäste in weiß.

Der Spielball hat einen Umfang von 54 cm (etwa wie ein Handball), ist aus Kunststoff und ist mit einer Salzlösung gefüllt. Aufgrund der höheren Dichte des Salzwassers ergibt sich eine leichte Sinkgeschwindigkeit im Süßwasser. Der Ball wird weggestoßen oder geworfen und kann dadurch bis zu 4 Metern durch das Wasser „fliegen“. Der Ball darf nur unter Wasser gespielt werden.

Spielort ist ein Schwimmbecken, das eine Tiefe von 3 bis 5 Metern und eine Fläche von mindestens 10 mal 12 Metern haben sollte. Je nach örtlichen Begebenheiten kann das „Spielfeld“ natürlich viel größer – ggf. auch kleiner – ausfallen. Als Tore dienen Metallkörbe, die auf dem Beckengrund stehen, nach oben offen sind und einen Durchmesser von ca. 50 cm haben.

Zwei mit Pressluftflaschen ausgerüstete Unterwasser-Schiedsrichter und der Spielleiter an der Wasseroberfläche können sich durch eine elektronische Signalanlage bemerkbar machen. Der Ball muss im Korb des Gegners versenkt werden. Um den Korb wird ein Angriffskreis aufgebaut und versucht, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass sich in dessen Deckungsarbeit Fehler einschleichen oder Lücken beim Tausch des Torwartes entstehen. Trainierte Spieler holen während der Aktionen etwa alle 30 bis 60 Sekunden Luft an der Wasseroberfläche.

Zwei bis drei Spieler sollten immer unter Wasser sein, um den Spielfluss nicht abreißen zu lassen. Eine Mannschaft besteht insgesamt aus 12 Spielern, von denen sich sechs (ein Torwart und fünf „Feldspieler“) im Wasser befinden. Die anderen sechs Spieler befinden sich auf der Auswechselbank und tauschen regelmäßig mit den „Feldspielern“ im Becken. Der ballführende Spieler darf angegriffen werden bzw. sich seinerseits die Gegner vom Leib halten. Die Ausrüstung ist absolut tabu.

Die Spielzeit beträgt effektiv 2 x 15 Minuten. Die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten.

Die Spitzenteams der drei höchsten deutschen Spielklasse, den Bundesligen West, Nord und Süd, ermitteln den Deutschen Meister auf einem alljährlichen Turnier.

Training:

Ort: Hallenbad im Sportpark Bottrop
Parkstr. 41, 46236 Bottrop

Unterwasserrugby:

Dienstag: 19.30 Uhr bis 21.15 Uhr
Samstag: 14.30 Uhr bis ca. 16.15 Uhr